Nachhaltigkeitsstrategie Hessen

Nachhaltigkeit heißt...

... Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft gleichzeitig im Blick zu behalten. Denn beim Thema Nachhaltigkeit geht es darum, die unterschiedlichen Bereiche unseres Lebens richtig auszubalancieren. Der Begriff der Nachhaltigkeit hat eine lange Tradition: In der Forstwirtschaft bedeutet Nachhaltigkeit, dass immer nur so viele Bäume gefällt werden, wie auch nachwachsen können. Ein Prinzip, das übrigens von einem hessischen Forstmann mitgeprägt wurde. Heute geht der Begriff jedoch weit über seine ursprüngliche Bedeutung hinaus: Wenn von Nachhaltigkeit die Rede ist, betrifft das Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Denn wir brauchen für ein gutes Leben eine vielfältige und faire Gesellschaft mit einer leistungsfähigen Wirtschaft in einer intakten Umwelt.

 

Maßvoll wirtschaften

... eine maßvolle Art des Wirtschaftens, die dauerhaften Wohlstand ermöglicht, ohne die natürlichen Ressource zu gefährden. Dieses Umdenken muss bei unserem täglichen Konsum beginnen. Denn wie wir leben und was wir konsumieren, hat Folgen in anderen Teilen der Welt. Deshalb hat sich das Land Hessen zum Ziel gesetzt, bei der öffentlichem Beschaffung auf nachhaltige Arbeits- und Herstellungsbedingungen zu achten. Gleichzeitig stärkt Hessen durch die Förderung von nachhaltigen Technologien, wie Elektroautos oder Solar- und Windkraft, die Rolle von Nachhaltigkeit als Innovationsmotor.

 

Die Vielfalt der Natur erhalten

... schonend mit natürlichen Ressourcen umzugehen und die Vielfalt der Natur zu erhalten. Konkret bedeutet das nicht nur, das globale Klima, sondern auch die Vielfalt in hessischen Wiesen und Wäldern zu schützen. So hat sich das Land Hessen u. a. zum Ziel gesetzt den Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr zu senken und die Vielfalt alter Kulturpflanzen gezielt zu erhalten und zu fördern.

 

Generationengerechtigkeit herstellen

... in einer vitalen und aktiven Gesellschaft zu leben, die Gerechtigkeit zwischen den Generationen und Kulturen lebt. In Hessen heißt das beispielsweise, die Chancen von Migranten in Schule und Beruf zu verbessern. Aus diesem Grund ist es ein Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie, die Schulabgängerquote von Ausländern an die deutscher Schüler in Hessen anzugleichen. Um die Vitalität und Aktivität bis ins hohe Alter zu erhalten, unterstützt das Land Hessen in Projekten der Nachhaltigkeitsstrategie ländliche Regionen, die schon jetzt besonders vom demografischen Wandel betroffen sind.

 

Wussten Sie, dass die Idee der Nachhaltigkeit hessisch ist?

Oberlandforstmeister und Staatsrat Professor Georg Ludwig Hartig schrieb vor rund 200 Jahren: „Es lässt sich keine dauerhafte Forstwirtschaft denken und erwarten, wenn die Holzabgabe aus den Wäldern nicht auf Nachhaltigkeit berechnet ist.“ Jeder Wald soll so bewirtschaftet werden, dass die nachfolgenden Generationen ebenso viel Holz ernten können wie die heutigen. Der Gladenbacher Forstmann Hartig gilt nach von Carlowitz als "Erfinder" des forstlichen Nachhaltigkeitsgedankens. Er hat Nachhaltigkeit zum tragenden Prinzip der Forstwirtschaft gemacht.

Sie sind gefragt!


Sie möchten sich für eine nachhaltige Zukunft in Hessen einsetzen? Dann machen Sie mit: beim 2. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit. Wie das geht? Ganz einfach!

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