Potenziale entfalten: Bildung für Integration in Hessen

Integration braucht Partnerschaft

Der Hintergrund

Zuwanderer treffen in Deutschland in vielen Lebensbereichen auf Strukturen, die ihnen unbekannt sind. Oft brauchen sie während ihres Integrationsprozesses parallel zu den Sprachkursen ergänzende Angebote, die ihnen Orientierung bieten.


Die Ziele

Das im Kreis Offenbach, in Darmstadt und den Kreisen Darmstadt-Dieburg, Odenwald, Groß-Gerau und Bergstraße vertretene Projekt „Integration braucht Partnerschaft“ will Migranten innerhalb von sechs Monaten Zugang und Teilhabe am deutschen Gemeinschaftsleben ermöglichen und ihnen dabei helfen, das Gefühl der Fremdheit zu überwinden. Dabei unterstützt ein Netzwerk von einheimischen ehrenamtlichen Integrationspartnern neu zugewanderte oder bereits seit längerem ansässige Migranten.


Was das Projekt leistet

Die Integrationspartner treffen die Neuzugewanderten oder schon hier ansässigen Migranten ein bis zwei Mal pro Woche, um mit ihnen Deutsch zu sprechen, sie bei Behördengängen zu begleiten und zu kulturellen Veranstaltungen und Festen mitzunehmen. Sie stellen ihnen wichtige Einrichtungen, Vereine sowie religiöse Gemeinden vor und führen ihre Partner in das soziale und kulturelle Leben vor Ort ein. So können Zugewanderte ihre neue Gemeinschaft im persönlichen, durch Offenheit und gegenseitiges Interesse geprägten Kontakt kennen lernen.

Um die Integrationspartner auf ihre Aufgabe vorzubereiten und entsprechend zu qualifizieren, finden Fortbildungen, die die folgenden Themen umfassen, statt:

  • Interkulturelle Kommunikation
  • Zuwanderung nach Deutschland (Geschichte und Politik)
  • Integrationsprogramme des Bundes, des Landes Hessen und des Kreises
  • Rechtliche Rahmenbedingungen (Zuwanderungsgesetz, Staatsangehörigkeitsrecht)
  • das Ressourcenkonzept im Unterschied zum Fürsorgekonzept
  • Community-Bildung
  • Reflexionen und persönliche Übungen