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Mit Tanz, Trommeln, Kochen und Kabarett feiert Mörfelden-Walldorf, die „Stadt der Vielfalt“, am 11. und 12. Juni ihre ersten „Interkulturellen Tage“.
In Mörfelden-Walldorf leben mehr als 100 Nationen konstruktiv zusammen. Um diese Vielfalt zu feiern und die Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen zu erweitern, lädt der Magistrat der Stadt am 11. und 12. Juni zu den „Interkulturellen Tagen“ ein. Während der Auftaktveranstaltung am 11. Juni präsentieren sich ortansässige Vereine verschiedener Kulturen. Die Besucher können sich auf nordamerikanischen Stepptanz, griechische Volkstänze, nigerianische Trommelfrauen, Rap und Breakdance sowie auf türkische, japanische, tamilische und eritreische Tanzgruppen freuen. Tags darauf wird interkulturell gekocht und Mitmach-Angebote wie Origami, Hennabemalung, afrikanisches Trommeln und Kalligraphie locken die ganze Familie. Das Putzfrauen-Kabarett aus Köln beschließt mit seinem Programm „Multi-Kultimo“ dieses Fest der Vielfalt. Begleitet werden die „Interkulturellen Tage“ von einer Fotoausstellung der Jahrgangsstufe 12 der Bertha-von-Suttner-Schule mit dem Titel „Mörfelden-Walldorf – meine Stadt, meine Familie, mein Umfeld“.
Den Programmflyer finden Sie hier.
>> Mörfelden-Walldorf; „Interkulturellen Tage“ am 11. und 12. Juni 2010
Bundesbildungsministerin Annette Schavan plant, durch Bildungslotsen Hauptschülern zu einem Schulabschluss und zum Einstieg in eine Ausbildung zu verhelfen.
Potenzielle Schulabbrecher, v. a. von Hauptschulen, sollen mit dem bundesweiten Einsatz von 3.200 Bildungslotsen unterstützt werden, wie Schavan am 28. April im ARD-Morgenmagazin sagte. Bildungslotsen könnten sowohl ehren- als auch hauptamtlich tätig werden und Schüler mit Lernschwierigkeiten von der siebten Klasse bis zum Berufseinstieg begleiten. Nach einer individuellen Analyse der Fähigkeiten und Interessen von besonders gefährdeten Jugendlichen sollen die Berufseinstiegsbegleiter in Abstimmung mit den Schulen eine ganzheitliche Betreuung der betroffenen Jugendlichen sicherstellen.
Gezielt will die Ministerin auch Unternehmer mit Migrationshintergrund für die Initiative gewinnen. Denn „es gibt hier eine dynamisch wachsende Zahl neuer Betriebe, die auch für die Berufsbildung junger Menschen gewonnen werden können.“
Die Bildungslotsen sind Teil des Konzepts „Bildungsketten“ im Berufsbildungsbericht 2010.
„Es geht darum, das oft noch schlummernde, sich noch entfaltende Potenzial von jungen Menschen zu erkennen und zu fördern“, sagte Schavan. In diesem Sinne setzt sich auch die Geschäftstelle „Potenziale entfalten“ des Hessischen Kultusministeriums für Bildungslotsen in Hessen ein.
Gespräch mit Annette Schavan im ARD-Morgenmagazin vom 28. April 2010:
www.daserste.de/mediathek_blank/play.asp
Eine weitere Berichterstattung finden Sie hier:
Zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien hat Staatsministerin Maria Böhmer einen bundesweiten Aktionstag „Bildungspatenschaften direkt“ ausgerufen. Dabei werden sich am 9. Juni erstmals zahlreiche lokale und regionale Patenschaftsprojekte aus ganz Deutschland der Öffentlichkeit vorstellen.
„Mit dem Aktionstag möchte ich ein Zeichen setzen: die Unterstützung von jungen Migranten muss oberste Priorität haben. Denn ihre Bildungs- und Ausbildungssituation ist alarmierend: So verließen 2008 insgesamt 15 Prozent der ausländischen Jugendlichen die Schule ohne Abschluss. Bei den deutschen Jugendlichen waren es 6,2 Prozent. Um die Start-Chancen der Migranten zu verbessern, ist das Engagement von Bildungspatinnen und Bildungspaten von entscheidender Bedeutung. Sie unterstützen Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien beispielsweise dabei, Deutsch zu lernen, helfen ihnen bei den Hausaufgaben oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Der Aktionstag rückt diesen wertvollen ehrenamtlichen Einsatz stärker in den Blick. Zudem möchte ich weitere Freiwillige für ein Engagement als Bildungspate gewinnen“, betonte die Staatsministerin heute Mittag im Kanzleramt.
Informationen zu dem bundesweiten Aktionstag finden Sie unter:
Ab sofort werden wieder gesellschaftlich engagierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für das START-Stipendienprogramm gesucht. Mindestens 180 Stipendienplätze stellt die START-Stiftung gGmbH gemeinsam mit rund 100 Partnern für das Schuljahr 2010/11 in insgesamt 14 Bundesländern zur Verfügung. Bis zum 30. April 2010 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) unter www.start-stiftung.de bewerben.
Ziel von START ist es, Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die gute schulische Leistungen und ein überzeugendes soziales Engagement aufweisen, verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit verbunden bessere Chancen für eine gelungene Integration in unsere Zuwanderungsgesellschaft zu bieten.
Das Förderprinzip
Andrea Bartl, Geschäftsführerin der START-Stiftung gGmbH, erläutert: „Die Ausbildung schulischer und beruflicher Kompetenzen und eine soziale Teilhabe zählen zu den Säulen einer gelungenen Integration. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben hier jedoch häufig schlechtere Ausgangsbedingungen. START möchte diejenigen, die trotz schwieriger Umstände eine hohe Leistungsmotivation und ein ausgeprägtes soziales Engagement zeigen, fördern und motivieren, ihren Weg der Integration weiter zu gehen.“
Der Förderumfang
START sieht eine materielle und eine ideelle Förderung der Stipendiaten vor. Die materielle Unterstützung umfasst ein monatliches Bildungsgeld in Höhe von 100 € und einen Laptop mit Internetzugang. Die ideelle Förderung zielt vor allem auf den Zugang zu Themen und Kontakten, die im privaten Rahmen häufig nicht geboten werden können und über das schulische Maß hinausgehen: Neben grundlegenden Bildungsseminaren - z.B. zu den Themen „Demokratie und Partizipation“, „Medien in Theorie und Praxis“ und „Rhetorik“ - können die Stipendiaten Wahlseminare im künstlerisch-kreativen, sportlichen und naturwissenschaftlichen Bereich belegen. Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung sowie die Vermittlung von Praktika ergänzen das Angebot. Die Stipendiaten profitieren außerdem von einem lebendigen Netzwerk mit anderen Stipendiaten und Alumni. Während ihrer Zeit bei START werden die Stipendiaten von erfahrenden Pädagogen bei schulischen und persönlichen Fragen intensiv betreut.
Die START-Stipendien werden zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt, können aber bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert werden.
Der Weg zur Förderung
Zu den Bewerbungsvoraussetzungen für ein START-Stipendium zählen: der Migrationshintergrund der Schüler, gesellschaftliches Engagement und ein Notendurchschnitt von 2,5 und besser. Schüler sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung die Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen. Die Bewerbung kann online oder per Post erfolgen. Unter www.start-stiftung.de stehen das notwendige Antragsformular sowie weiterführende Informationen bereit. Telefonische Rückfragen sind unter 0 69/2 60 12 69-100 möglich.
Informationen zu den Stipendien für engagierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund sowie Bewerbungsunterlagen finden Sie unter:
Die vierte Staffel der SABA-Bildungsstipendien steht in den Startlöchern. Ab sofort können sich wieder Frauen mit Migrationshintergrund aus dem Rhein-Main-Gebiet im Alter von 18 bis 35 Jahren bewerben, die auf dem zweiten Bildungsweg einen Schulabschluss (Haupt-, Real- oder Abitur) nachholen möchten.
Wer entschlossen ist, sich mit einen qualifizierten Schulabschluss in Deutschland neue berufliche Perspektiven zu eröffnen, kann sich ab sofort bis spätestens Ende Juni vor dem gewünschten Schulbeginn mit einem Motivationsschreiben, einem Lebenslauf mit Bild und Zeugnissen bewerben bei der:
Crespo Foundation, z.Hd. Cora Stein, Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt
Weitere Informationen zu dem Projekt sowie das Bewerbungsformular finden Sie unter:
Ausländer mit Berufs- und Universitätsabschlüssen sollen von 2011 an das Recht auf ein Anerkennungsverfahren ihrer beruflichen Qualifikationen haben. Das teilten Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) und die Staatsministerin für Integrationsfragen Böhmer (CDU) nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss im Dezember 2009 in Berlin mit. Viele Einwanderer werden derzeit in Arbeitsverhältnissen beschäftigt, die aus formalen Gründen oder wegen fehlender Bewertungsmöglichkeiten nicht ihren Qualifikationen entsprechen. Nun hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Bund und Ländern Eckpunkte erarbeitet, die das Anerkennungsverfahren vereinfachen und vereinheitlichen sollen. Darin ist unter anderem die Dauer des Anerkennungs- bzw. Feststellungsverfahrens geregelt. Gemeinsam mit den Ländern soll eine Erstanlaufstelle eingerichtet werden, die über alle weiteren Schritte berät.